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Fachtag „Angebote, die ankommen“ – Wichtiger Meilenstein für die Zusammenarbeit in der Region Siegen-Wittgenstein

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Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen des Gesundheitssektors, der Alten- oder Behindertenhilfe, aus Arztpraxen, der Selbsthilfe, den Kommunen und von der Universität Siegen trafen sich Ende 2023 zu einem „Fachtag zur Vernetzung in der regionalen Gesundheitsversorgung“. Die Teilnehmenden verband das Interesse an vernetztem Arbeiten. Der Fachtag stand unter dem Titel „Angebote, die ankommen“. Er wurde federführend vom Netzwerk „Dementia Care Management“, von der Alzheimer Gesellschaft Siegen-Wittgenstein e.V., dem Caritasverband Siegen-Wittgenstein e.V., der Gesundheitsregion Siegerland eG, dem Kreis Siegen-Wittgenstein sowie dem Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz Südwestfalen organisiert.

 

In Vorträgen wurde darauf eingegangen, unter welchen Voraussetzungen Angebote bei den Nutzerinnen und Nutzern ankommen, wie Netzwerkarbeit gelingen und für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Siegen-Wittgenstein praktisch genutzt werden kann. Prof. Dr. Christoph Strünck von der Universität Siegen konnte aufzeigen, dass es eine Vielzahl von Gründen gibt, warum Angebote bei den Menschen nicht ankommen und welche Faktoren dazu beitragen, dass Angebote angenommen werden. „Wir müssen gemeinsam die Angebote bekannt machen und dafür sorgen, dass die Menschen in Siegen-Wittgenstein einen Zugang zu den schon vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten erlangen.“

 

Am Beispiel des Themas „Demenz“ zeigte Prof. Dr. René Thyrian die Relevanz von zukünftiger Zusammenarbeit zwischen den Sektoren Gesundheit, Soziales und Kommunen. „Wissenschaftliche Arbeiten belegen, dass die Bewältigung der Themen, die der demographische Wandel mit sich bringt, nur zusammen vorangetrieben werden können,“ gibt er den Teilnehmenden mit auf dem Weg.

 

Neben Vorträgen, Diskussionsmöglichkeiten und Workshops gab es einen „Markt der Möglichkeiten“. „Wir wollten den Akteurinnen und Akteuren der Region die Möglichkeit bieten, sich weiter zu vernetzen. Nur so können wir uns in Zukunft den Herausforderungen im Gesundheitswesen als Region stellen,“ blickt Katharina Stocks-Katz vom Gesundheitsamt des Kreises Siegen-Wittgenstein auf den „Markt der Möglichkeiten“. Aussteller waren allesamt Netzwerke, die ihre Arbeit vorstellen konnten. Das Format lud dazu ein, über bestehende Netzwerke zu informieren, diese bekannter zu machen und weiter auszubauen.

 

Im Rahmen von Workshops wurden Themen wie „Wundversorgung“, „Demenz“, „Psychiatrische Versorgung“ und „Beratungsstrukturen“ vertieft.

 

Anja Herder-Peyrounette von der Gesundheitsregion Siegerland eG resümiert: „Unsere veränderte regionale Versorgungslandschaft lebt vom Miteinander, Zusammenwachsen und von Wertschätzung. Es braucht Netzwerkarbeit, damit Angebote ankommen. Mit dem heutigen Tag sind wir auf diesem Weg einen weiteren Schritt vorangekommen.“

 

„Die Grundlage für Netzwerkarbeit ist das Wissen voneinander und das gegenseitige Vertrauen der Akteure. Dass wir uns hier austauschen konnten, Kontakte neu knüpfen und bekannte vertiefen konnten, war das Ziel für heute“, ergänzt Charlotte Boes vom Caritasverband Siegen-Wittgenstein e.V.

 

In die Veranstaltung eingebunden wurden auch die Nutzerinnen und Nutzer der Angebote. So berichteten Ursula Vetter und Dr. Pieter Plump von ihren Erfahrungen als Angehörige und Demenzbetroffener, die durch das Demenzlotsenprojekt unterstützt werden. „Wenn Angehörige und Betroffene von ihren Erfahrungen berichten, eigene Bedürfnisse formulieren und die Profis zuhören, so kommen wir der Mitbestimmung ein ganzes Stück näher,“ freut sich Stefanie Kremer von der Alzheimer Gesellschaft Siegen-Wittgenstein e.V.

 

Die Veranstaltung fand ein breites Interesse und viel positive Resonanz. Daher werden die Organisatoren auch im Jahr 2024 am 20. November 2024 eine Folgeveranstaltung durchführen.

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